Per Skype ein Vorstellungsgespräch durchführen ist unzulässig

Die Aufsichtsbehörden sind sich darin einig, dass ein Vorstellungsgespräch via Skype datenschutzrechtlich nicht zulässig ist. Es gibt weder auf Basis §32 Abs.1 BDSG, noch auf Basis der freiwilligen Einwilligung §4a BDSG eines Bewerbers eine Begründung für die Erhebung und Verarbeitung mit modernen Kommunikationstechnik allgemein. Besonders bei Skype ist das Problem, dass das Gespräch 90 Tage bei Microsoft auf Servern in den USA gespeichert wird. So sehen die Aufsichtsbehörden auch den Einsatz einer Sprachanalysesoftware für unzulässig.

Somit setzen sich die Aufsichtsbehörden wieder einmal klar für die Belange von Mitarbeitern und in diesem Fall um potentiell zukünftige Mitarbeiter ein.

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AVG verscherbelt Nutzerdaten

wie n-tv gestern berichtete, plant der Antivirenhersteller, die Daten seiner Nutzer an Werbeunternehmen zu verkaufen. Hierzu wurden die Datenschutzrichtlinien geändert und treten am 15.10.2015 in Kraft. Dabei werden viele zusätzliche Daten, die überhaupt nichts mit dem Virenschutz zu tun haben, weiterverkauft. Die Software fällt damit in den Bereich Spyware und ist aus Datenschutzsicht unserer Meinung nach ein absolutes No-Go.

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Jetzt funkt’s

und das mehr als 4.000 mal!

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat mehr als 4.000 mal im Jahre 2013 die Funkzellendaten abgerufen. Das ist nur die Zahl der Strafverfolgungen. Wie hoch die Dunkelziffer zur Gefahrenabwendung ist, weiß offiziell niemand. Ebenso verhält es sich mit Funk-Pseudostationen (IMSI-Catcher). Diese gaukeln dem Handy vor, dass sie die stärkste Funkzelle in der Umgebung sei. Das Handy bucht sich ein und wird erfasst. Dabei kann zwischen Verdächtigen und gänzlich Unschuldigen nicht unterschieden werden. Diese Generalüberwachung ist im Datenschutz nicht vorgesehen und sehr bedenklich.

Hinzu kommen die stillen SMS. Eine stille SMS wird vom Handynutzer nicht bemerkt, aber das Handy kommuniziert mit der Funkzelle, in der es eingebucht ist. Somit kann der Standort bestimmt werden. Bei mehreren stillen SMS über einen längeren Zeitraum kann so ein Bewegungsprofil erstellt werden. Auch hier handelt es sich um personenbezogene Daten, die zu schützen sind. Die Gesamtmenge der Impulse betrug in NRW im Jahre 2014 rund 300.000, also knapp 1.000 Impulse pro Tag!

An diesem Beispiel sieht man, dass wir gar nicht so sehr auf NSA und BND schauen müssen. Die Überwachung beginnt direkt bei uns.

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Quelle: Zeit.de

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